Sonntag 20 Mai 2012
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Mondragó, Naturpark

De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-4Der  766  Hektar  große  Naturpark  von  Mondragó  liegt  im  Südosten  von  Mallorca,  in  der Gemeinde von Santanyi. 95 Hektar des Parks sind Eigentum  der  Gemeinschaft,  der  Rest  des  Geländes  sind  private,  recht  parzellierte  Landgüter,  die vornehmlich  in  ausgedehnter  Trockenkultur  bewirtschaftet werden.

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1992  wurde  Mondragó  zum  Naturpark  erklärt. Auch ist der Park Naturgebiet von besonderem Interesse  (ANEI)  und Teil  des  Beitrages  der  Balearen  zu  dem  Netz  der  Schutzgebiete  Natura 2000.

De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-31Der Einfluss Des Menschen
Landwirtschaft  und  Viehzucht  über  Jahrhunderte  haben  hier  das Landschaftsbild  definiert.  Zeugen  vergangener  Zeiten  dieser  intensiven Nutzung sind die vielen, besonders ins Auge fallenden Trokkenmauern,  die  die  landwirtschaftliche  Nutzung  durch  Kleinbauern widerspiegeln. Eigentümlicher noch sind die Begrenzungen, die man in den Bergwasserschluchten und an den Steilhängen findet.
De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-26Ein  weiteres  architektonisches  Element  sind  die  Steinbaracken,  die man  an  vielen  Stellen  im  Park  antrifft.  Hiervon  gibt  es  die  Baracken des Kleinbauern, die mit Deckenbalken oder mit Spitzdach konstruiert sind und die je nach Konstruktionstyp auf verschiedene Weise genutzt wurden. De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-19Auch kann man ehemalige Schmugglerverstecke finden, Brunnen und Wasserräder, die auf die Existenz von bewässertem Anbau hinweisen, Sandsteinbrüche, Bootsgaragen und einige Köhlersilos und Kalköfen. Der  Name  S’Amarador  geht  auf  die  alte  Nutzung  der Teiche  zurück. Einst wurden hier Leinen- und Hanfbüschel eingeweicht, um später zu Faser verarbeitet zu werden. Oder es wurden dort Stämme gehärtet, die anschließend für Haus- oder Bootsbau verwendet wurden.

De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-22Flora und Fauna
Ein Mosaik von ganz unterschiedlichen Landschaften prägt diese Küstenzone.

De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-24Bedingt  durch  das  trockene  Klima  und  den  nährstoffarmen Boden herrscht die mediterrane Macchie vor, die sich hauptsächlich aus Ölbaum Johannisbrotbaum-Buschwald (Oleo-Ceratonion)  zusammensetzt  mit  Wildem  Ölbaum (Olea europaea var. sylvestris), der Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), dem Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), der Steinlinde (Phillyrea sp.), der Zistrose (Cistus sp.), dem Rosmarin (Rosmarinus officinalis), der Vielblütigen Erika (Erica multiflora) und dem Gezähnten Lavendel (Lavandula dentata). Dem Verlauf der Wilbäche folgend haben sich Pinienwälder gebildet, die sich in den Küstenzonen mit dem Phönizischen Wacholder vermischen (Juniperus phoenicea). De-sa-Barca-Trencada-a-Mondrago-Parque-Natural-28

Unter  den  Pflanzen  der  Macchie  und  auch  in  den  Pinienwäldern  des  Parks  fallen  besonders  die  Orchideen ins  Auge:  das  Riesenknabenkraut  (Barlia  robertiana),  die Pyramiden-Orchidee  (Anacamptis  pyramidalis),  die  Zungenständel (Serapias sp.) und verschiedene Arten der Gattung Kerfstendel oder auch Ragwurzen (Ophrys) und der Knabenkräuter (Orchis).

Zu der Tierwelt des Parks zählen Säugetiere wie der Algerische Igel (Atelerix algirus), das Mauswiesel (Mustela nivalis),  die  Kleinfleck-Ginsterkatze  (Genetta  genetta)  und  der Baummarder (Martes martes), sowie einige Nagetiere wie das Wildkaninchen  (Oryctolagus  cuniculus),  der  Iberische Hase (Lepus granatensis), die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) und der Gartenschläfer (Elyomis quercinus). Weitaus bedeutender noch ist der Vogelbestand: der Triel (Burhinus oedicnemus), die Ringeltaube (Columba palumbus), die Turteltaube  (Streptopelia  turtur),  der Turmfalke  (Falco  tinnunculus), der Wiedehopf (Upupa epops) und viele andere kleine Vögel wie z. B. die Kohlmeise (Parus major) oder die Grasmücke (Sylvia sp.).

Das andere wichtige Element im Park sind die bestellten Felder. Hier handelt es sich um Baum-Trockenanbau, bei dem der Mandelbaum (Prunus dulcis) und der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) dominieren. In den Schluchten sieht man einige Exemplare von Steineichen (Quercus ilex).  Besonders  bemerkenswert  ist  jedoch  das  bedeutende  Dünensystem  von  S’Amarador.  Hier  wachsen  die Stranddistel (Eryngium maritimum), die Strand-Wolfsmilch (Euphorbia paralias) und die Dünen-Trichternarzisse (Pancratium maritimum).

Die Wilbäche  von  S’Amarador  und  von  Sa  Font  de  n’Alis münden  in  zwei  Salzseen,  in  denen  Schilfrohr  (Phragmites australis), die Stechende Binse (Juncus acutus) und der Strandflieder (Limonium sp.) zu finden sind. Gelegentlich kann  man  Stockenten  (Anas  platyrhynchos),  Teichrallen (Gallinula  chloropus),  Blässhühner  (Fulica  atra),  Seidenreiher (Egretta garzetta) und Graureiher (Ardea cinerea) beobachten. Die Seen sind auch Lebensraum für die Vipernatter (Natrix maura) und den Iberischen Wasserfrosch (Rana perezi). Von den Fischarten sind die Großkopf Meeräsche (Mugil  cephalus),  der  Koboldkärpfling  (Gambusia  affinis) und der Europäische Aal (Anguilla anguilla) vertreten.

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Außer an den Stränden ist die Küste zerklüftet und geprägt von Felsschluchten, in denen der Wanderfalke (Falco peregrinus) nistet und man Exemplare der Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und der Korallenmöwe (Larus audouinii) findet. Die dominierende Pflanzengesellschaft in dem felsigen Gelände ist die Vereinigung Crithmo-limonietum, in welcher  der  Meerfenchel  (Crithmum  maritimum)  und  der Strandflieder (Limonium sp.) reichlich vorhanden sind. Die Felsen und auch die große Anzahl von Trockenmauern sind Lebensraum für einige Reptilien wie z.B. der Mauergekko (Tarentola mauritanica). Die gesamte marine Zone wird von der Kaputzennatter (Macroprotodon mauritanicus), der Griechischen  Landschildkröte  (Testudo  hermanni)  und  der Grünen Balearen-Kröte (Bufo balearicus) bewohnt.

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Informationszentrum des Parks
Carretera de cala Mondragó s/n.
07691 Santanyí - Tel. y fax: 971 18 10 22

Parkbüro (Can Crestall)
C/ de Can Llaneres, 8
07650 Santanyí - Tel.: 971 64 20 67 - Fax: 971 64 21 30

Mondragó Karte, Naturpark und Fotos von Sa Barca Trencada, Calo des Borgit, Teich und Playa de sa Font de n'Alis, Calo d'en Garrot und s'Amarador

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