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Je nach der verwendeten Interpretationsweise können Landschaften ganz verschieden beurteilt werden.

 

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Wenn wir uns auf die Malkunst konzentrieren, haben die unterschiedlichen Strömungen der Landschaftsmalerei diese Kunst zu einer der beliebtesten bei den Menschen gemacht, denn wir haben sie bereits seit vielen Tausenden Jahren in unseren Genen, schon seit der Mensch in der Vorgeschichte versuchte, seine Umgebung in Höhlen darzustellen.
Diese Beliebtheit hat dazu geführt, dass wir uns schnell in ein Gemälde hineinversetzen können und eine Ähnlichkeit oder ein Vorbild für das suchen, was wir sehen.
Es ist sehr kompliziert, das, was man sieht, darzustellen, denn die Essenz jedes Bildes hängt stark vom Augenblick ab. Man kann nicht einen konkreten Moment festhalten, wohl aber eine Verkettung mehrerer Augenblicke, um diese dann zu interpretieren. Kant sagte einmal, „die künstlerische Schönheit besteht nicht darin, etwas Schönes darzustellen, sondern etwas schön darzustellen“. Deshalb hat jeder Künstler seine einzigartige und spezielle Darstellungsform.

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Aus diesem Grunde wurden verschiedene Künstler in zwei unterschiedlichen, kollektiven Ausstellungen vereint, die rund um eine Ortschaft mit genau so viel Kunst wie Kultur, nämlich Valldemossa, veranstaltet werden. Diese Sammelausstellung trägt den Namen „Verehrung der Landschaft. Goldenes und aktuelles Zeitalter“. Die erste Ausstellung, die über das Goldene Zeitalter, enthält große Künstler, die nach Mallorca gekommen waren und einen der spektakulärsten Zeiträume der Insel prägten: Joan Fuster, Joan Borras, Antoni Llobet, Gabriel Fiol. Bei der zweiten Ausstellung sind zeitgenössische Künstler zu sehen, alle mit demselben Thema, aber mit verschiedenem Stil und unterschiedlicher Herkunft: Mariella Moreno, Nathalie Gandouin-Maillard, Esther Coll, Joan Zamora, Pilar García, Dolors Martí, Toni Bennassar, Lucia Parra, Mercedes Alabern und Max Silva.

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Die Verehrung der Landschaft ist die perfekte Ausrede, daran zu erinnern, dass die Kunst eng mit der menschlichen Natur verbunden ist, dass die menschliche Natur eng mit deren Essenz verbunden ist und dass die Essenz ganz einfach in der Betrachtung liegt.

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