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Die Ruhe, die in S‘Arracó herrscht, bildet einen starken Kontrast zu seiner abenteuerlichen und gewaltsamen Vergangenheit. Es diente Verbannten als Zufluchtsort, war Schauplatz von blutigen Auseinandersetzungen und wurde von muslimischen Piraten heimgesucht.

 

 

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S’Arracó befindet sich in der Nähe des Hafens von Andratx und ist vor der starken touristischen Entwicklung verschont geblieben, die in anderen Dörfern des Gemeindegebiets vorzufinden ist.

Während der arabischen Besetzung gab es im Tal mehrere Gutshöfe. Die Dorfkirche Sant Crist besteht aus einem kleinen Schiff, das sich in vier Bögen unterteilt und besitzt auf jeder Seite drei Kapellen. Im Inneren befindet sich ein barockes Retabel, das Christus gewidmet ist, sowie ein weiteres der Gottesmutter „Mare de Déu de la Trapa”. Samstags wird gegenüber der Kirche ein kleiner Markt abgehalten.

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Von der Architektur von S‘Arracó zeugen Häuser im traditionell mallorquinischen Stil mit kleinen Blumen- oder Gemüsegärten. Mit dem Geld, das Auswanderer im Ausland verdient hatten, wurden auch einige Gebäude im Jugendstil errichtet. Der Niedergang der Holz- und Seifenindustrie hatte nämlich eine Auswanderungswelle nach Kuba und Frankreich ausgelöst. Die Hauptstraße des Dorfes heißt dem Land zu Ehren, das den Menschen zu wirtschaftlichem Erfolg verholfen und ihnen nach der Rückkehr in der Heimat den Bau von Herrenhäusern ermöglicht hatte, „Calle França”.

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